Fenstergitter richtig ausmessen – und die fünf häufigsten Fehler - DeinMetallbauer.shop

Fenstergitter richtig ausmessen – und die fünf häufigsten Fehler

Ein Fenstergitter nach Maß ist genau das: nach Maß. Es gibt keinen Toleranzbereich, in dem man es noch zurechtbiegen kann, und umtauschen lässt sich ein Einzelstück nicht. Deshalb ist das Aufmaß der Arbeitsschritt, bei dem sich Sorgfalt am meisten auszahlt. Zehn Minuten mehr mit dem Zollstock ersparen im Zweifel Wochen.

Womit Sie messen

Ein Gliedermaßstab oder ein Stahlmaßband sind ideal. Von Laser-Entfernungsmessern raten wir bei kleinen Öffnungen ab – sie messen hervorragend über große Distanzen, sind aber im Nahbereich und an schrägen Laibungen ungenau. Messen Sie in Millimetern, nicht in Zentimetern. Bei Maßanfertigungen ist „knapp 90“ keine Angabe.

Drei Messpunkte, nicht einer

Das ist der wichtigste Punkt überhaupt. Messen Sie die Breite an drei Stellen – oben, in der Mitte, unten – und die Höhe ebenso an drei Stellen: links, mittig, rechts.

Der Grund: Kaum eine Maueröffnung ist wirklich rechtwinklig. In Altbauten sind Abweichungen von einem oder zwei Zentimetern völlig normal, und auch bei Neubauten trifft man auf schiefe Laibungen. Wenn Sie nur einmal in der Mitte messen und dort zufällig die breiteste Stelle erwischen, passt das Gitter oben oder unten nicht hinein.

Maßgeblich ist das kleinste gemessene Maß, wenn das Gitter in die Öffnung hinein soll. Notieren Sie sich trotzdem alle drei Werte – bei größeren Abweichungen ist das eine Information, die vor der Fertigung wichtig ist.

Wohin soll das Gitter?

Bevor Sie eine Zahl aufschreiben, muss die Montageart feststehen. Sie entscheidet darüber, welches Maß überhaupt gefragt ist:

  • In der Laibung sitzt das Gitter innerhalb der Maueröffnung. Maßgeblich ist die lichte Weite der Öffnung – und zwar an der engsten Stelle.
  • Auf der Außenwand wird das Gitter vor die Öffnung gesetzt und überlappt das Mauerwerk. Hier braucht es einen bewussten Überstand rundherum, und die Befestigungspunkte müssen in tragfähigem Mauerwerk landen, nicht im Fensterrahmen.

Geben Sie bei der Bestellung immer die Maße an, die das fertige Gitter haben soll – Breite zuerst, dann Höhe. Wenn Sie unsicher sind, welches Maß in Ihrer Einbausituation das richtige ist, machen Sie ein Foto der Öffnung, schreiben Sie Ihre gemessenen Werte dazu und fragen Sie vor der Bestellung nach. Das ist kein Umstand, sondern der Normalfall.

Die fünf häufigsten Fehler

  1. Den Fensterflügel gemessen statt der Öffnung. Der Rahmen zählt nicht mit – gefragt ist die Maueröffnung oder die Fläche, die abgedeckt werden soll.
  2. Die Rollladenführung vergessen. Sitzen seitlich Schienen, verengen sie die nutzbare Breite. Sie werden beim Messen leicht übersehen und fällt erst bei der Montage auf.
  3. Die Fensterbank übersehen. Eine außen vorstehende Fensterbank verkleinert die Höhe oder verlangt eine Aussparung. Messen Sie bis zur Oberkante der Bank, nicht bis zum Mauerwerk darunter.
  4. Nur an einer Stelle gemessen. Siehe oben – das ist der Klassiker.
  5. Nur von innen gemessen. Innen- und Außenmaß einer Laibung können sich deutlich unterscheiden, besonders bei dicken Wänden und Schrägen. Messen Sie dort, wo das Gitter sitzen soll.

Bevor Sie bestellen

Gehen Sie kurz diese Liste durch:

  • Alle drei Breiten und alle drei Höhen notiert, in Millimetern?
  • Montageart entschieden – in der Laibung oder auf der Wand?
  • Untergrund geprüft: Vollziegel, Lochstein, Beton, gedämmte Fassade?
  • Rollladenschienen, Fensterbank, Regenrohre und Leitungen berücksichtigt?
  • Ein Foto der Einbausituation gemacht?

Unsere Gitter fertigen wir in einem Maßbereich von 300 bis 2200 Millimetern. Innerhalb dieser Grenzen ist jedes Maß möglich – Sie sind also nicht an Raster gebunden, sondern nur an die Genauigkeit Ihres Zollstocks.

Zum Ratgeber zurück